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Der Brausilvester

11.09.2014 - Der Brausilvester

Zu Zeiten, als es in den Brauereien noch keine künstliche Kühlung gab, feierten die Brauer im September das Ende des Geschäftsjahres und damit ihr persönliches Silvester. Zu diesem Anlass schenkten die Braumeister ihren letzten Vorrat des Märzenbiers aus, das Ende März vor dem bevorstehenden heißen Sommer eingebraut wurde. Der Monat hat dem Bier auch seinen Namen gegeben. Das Märzenbier wurde stets etwas stärker eingebraut, damit es den ganzen Sommer über frisch blieb. Nach der Hopfen- und Getreideernte im Herbst produzierten die Brauer dann frisches Winterbier. Die alte Tradition wird immer beliebter, und viele kleine Braustätten, insbesondere in Bayern, lassen den Brausilvester wieder aufleben und laden hierzu, oft gemeinsam mit der Gastronomie, Gäste Ende September ein, um die Vielfalt, Qualität und Reinheit der Biere sowie das Ende der Erntesaison zu feiern.

 

 

Textquelle: Die Freien Brauer